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Beiträge

Judy Bailey

Interview: Jörg Podworny

„Wir sind eine Welt“

Die Sängerin Judy Bailey über Songs zwischen Reggae und Disco und die vereinende Kraft der Musik.

Judy, du bist schon von deiner Lebensgeschichte her – auf Barbados aufgewachsen, jetzt in Deutschland – eine Weltmusikerin und Weltbürgerin, die in vielen Teilen der Welt unterwegs ist. Welche Rolle spielt das für deine Art, Musik zu machen?

Es hat auf jeden Fall etwas miteinander zu tun. Ich bin auf Barbados aufgewachsen – das ist sowieso viel Reggae, Rhythmus, Calypso, afrikanische Einflüsse … Aber auch da hatte ich schon viele Poplieder in meinem Kopf. Und das ist weiter gegangen, seit ich mit Musik um die Welt reise: Was ich erlebe, das taucht auch in meiner Musik auf. Was mir gefällt, das fließt mit ein, auch unbewusst. Und wenn Leute fragen: „Wie nennst du deine Musik?“, dann ist das wirklich schwer zu beantworten. Weil es ist so gemischt: Reggae, Rock, Soul, Balladen, auch ein Disco-Song ist auf meinem neuen Album. Es ist schwer für mich, zu sagen: Das ist jetzt meine Musik. Es ist alles meine Musik irgendwie.

„Judy-Music“ sozusagen.

Ja, wirklich (lacht). Und Menschen aus buchstäblich aller Welt singen mit mir gemeinsam.

Neue Lieder haben oft zu tun mit Erinnerungen und Begegnungen. Gibt es im Rückblick auf die vergangenen Monate besonders bewegende Geschichten?

Oh, da gibt es einige! Ich habe eine ruhige Ballade getextet: „Let love have the last word“. Die habe ich geschrieben, als mein Schwiegervater gestorben ist. Das war keine einfache Geschichte. Vieles war nicht gelöst. Es gab noch viele Fragen, es war eine Herausforderung für die ganze Familie. Und das Lied soll ausdrücken: Obwohl man nicht alles versteht, soll die Liebe das letzte Wort haben – ohne dass es naiv oder simpel ist. Egal, was deine Gefühle sagen: Lass Liebe das letzte Wort haben! Auch wenn es schwer ist – lass nicht deine Wut oder deine Gefühle gewinnen! Das hat natürlich viel mit Vergebung zu tun.

Und eine zweite Geschichte: Als bei uns im Dorf viele Flüchtlinge ankamen, sind nach einiger Zeit ganz viele Leute zusammengekommen und wir haben ein Begegnungsfest gefeiert. Daraus ist das Lied „Home“ entstanden: ein Lied über Zuhause, besonders für die Flüchtlinge in meinem Dorf. Es begleitet uns irgendwie jeden Tag.

Gleichzeitig lag mein Bruder in diesen Tagen auf dem Sterbebett. Er hatte nicht das beste Verhältnis zu meinen Eltern, aber jetzt war er wieder zu Hause. Und als er gestorben ist, war das auch wie nach Hause gehen, zu Gott.

Zwei sehr eindrückliche Geschichten. Nun hat das Album den Titel One – und es trägt diesen Titel nicht einfach so …  

Ja. Ganz allgemein heißt „One“: Egal, wer du bist, wo du herkommst, wie du aussiehst und nach welcher Religion du lebst – wir sind eins! Durch die Adern jedes Menschen fließt Blut, jeder atmet, kennt Enttäuschungen, hat Freude: Wir teilen so viel gemeinsam. Als Christ heißt „One“ für mich: Wir sind eins, egal welcher Glaubensrichtung wir angehören, wenn wir den grundsätzlichen Kern des Glaubens haben. Und zusammen: Wir sind eine Kirche, haben einen Glauben, eine Hoffnung. Wir sind eine Welt.

Was ist dein Wunsch, wenn Menschen sich begegnen, wenn sie deine Musik hören oder auch gemeinsam singen?

Ich wünsche mir, dass meine Musik Leute zusammenbringt, dass wir zusammen tanzen und singen und sehen, dass wir eins sind. Und wenn wir von unserem Glauben singen, dann kann man den nicht sehen, nicht mit Händen greifen. Aber ich hoffe, dass Menschen es spüren und dass der Glaube anziehend ist für Menschen. Dazu möchte ich ermutigen mit meiner Musik.

Vielen Dank für das Gespräch!

Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift lebenslust. Jetzt kostenlos testen: www.lebenslust-magazin.net

https://www.gemeinde-praktisch.de/wp-content/uploads/2015/03/GEMEINDE-Logo.jpg 0 0 Isabel Loh https://www.gemeinde-praktisch.de/wp-content/uploads/2015/03/GEMEINDE-Logo.jpg Isabel Loh2017-06-12 15:33:352018-06-04 10:48:25Judy Bailey

Nichts ist selbstverständlich!

Von Martin Gundlach

Eine Einladung zum Mitgestalten.

Die Briten sind raus aus der EU. In Frankreich sind die beiden großen Volksparteien bei der Wahl zum Präsidenten nur Zaungäste. In Europa, in der Türkei und in den USA sind von Politikern Sätze zu hören, die ich längst in die Geschichts-Kiste gelegt hatte. Ich reibe mir die Augen: Kann das wirklich alles sein?

Nichts ist mehr selbstverständlich. Das ist vor allem eine aufrüttelnde Nachricht für die, die sich nicht vorstellen können, dass sich das Leben wirklich grundlegend ändern könnte. Die sich öffentlich nicht engagieren, weil sie an das unaufhaltsame „Immer-weiter-so“ des Gewohnten glauben. An diejenigen, die vielleicht gelegentlich zur Wahlurne gehen – wenn es nicht gerade in Strömen regnet oder Oma Geburtstag hat. Die nichts anderes kennen, als ein Leben in Freiheit und in Demokratie zu leben. Und die niemals darüber nachgedacht haben, dass all die (mühsam erkämpften) Werte wie Glaubens-, Meinungs- und Pressefreiheit einmal gefährdet sein könnten. Was also tun, um das Gute zu bewahren?

Zur Wahl zu gehen, um die Demokratie mitzugestalten, ist das Minimum. Ich habe das Gefühl: Wir alle, die wir (in Westdeutschland, Österreich, der Schweiz …) nie in einem anderen System gelebt haben, haben manchmal vergessen, was für ein Vorrecht es ist, in einem demokratischen Rechtsstaat zu leben. Nichtwählen ist keine Option.

Darüber hinaus finde ich wichtig, in Gesprächen Position zu zeigen für die Einstellungen und Werte, die mir wichtig sind. Ich staune, wie unwidersprochen fremdenfeindliche Gesprächsbeiträge geduldet werden. Auch wie abfällig zum Beispiel von manchen Christen über „die Moslems“ geredet wird, als wären sie keine Menschen, sondern nur ein Problem. Das darf nicht sein.

Zum dritten: Auch wenn wir als Einzelne die Welt nicht komplett ändern können, finde ich es wichtig, mit zeichenhaften Taten deutlich zu machen, in welcher Welt wir leben wollen. Einer Flüchtlingsfamilie zu helfen. Eine Hilfsorganisation zu unterstützen, die sich für die Werte einsetzt, die mir wichtig sind. Einen Politiker zu kennen und einmal nach seinen Anliegen zu fragen, ihm zu schreiben, für ihn (oder sie!) zu beten. Und über all das mit der eigenen Familie, den eigenen Kindern im Gespräch zu bleiben. Darin liegt eine Chance, gemeinsam dazuzulernen und Neues zu entdecken.

Damit das, was uns heute selbstverständlich scheint, auch eine Zukunft hat!

Dieser Kommentar erschien in FamilyNEXT.  Jetzt kostenlos testen: www.familynext.net

https://www.gemeinde-praktisch.de/wp-content/uploads/2015/03/GEMEINDE-Logo.jpg 0 0 Isabel Loh https://www.gemeinde-praktisch.de/wp-content/uploads/2015/03/GEMEINDE-Logo.jpg Isabel Loh2017-06-12 15:33:332018-06-04 10:48:31Nichts ist selbstverständlich!

Martin Gundlach

ist Chefredakteur des SCM Bundes-Verlags. Er ist seit über 25 Jahren glücklich verheiratet und hat 3 Töchter.

Bettina Wendland

ist Redakteurin bei Family und FamilyNEXT. Sie lebt mit ihrer Familie in Bochum.

Jörg Peter

ist der Erfinder des beliebten Comic-Helden Mister KLÄX.

Dr. Ulrich Wendel

ist fasziniert von der Bibel und er tut alles dafür, dass diese Begeisterung andere ansteckt.

Marietta Steinhöfel

war Volontärin beim SCM Bundes-Verlag.

Ansgar Hörsting

ist Präses des Bund FeG und lebt mit seiner Frau in Witten.

Ulrich Eggers

ist der Geschäftsführer der Unternehmen der SCM Verlagsgruppe und schreibt für das Magazin AUFATMEN.

Ingrid Jope

Theologin und Sozialpädagogin, ist verheiratet mit Rüdiger und Mutter von zwei Kindern.

Jörg Podworny

aus Witten ist Chefredakteur des Magazins lebenslust. 

Lasse Eggers

hat eine Ausbildung als Medienkaufmann gemacht und studiert jetzt Theologie.

Helen Krebs

studiert Literaturwissenschaft und ist hin und wieder als Texterin tätig. Mit ihrem Mann und den Kindern wohnt sie in Stuttgart.

Tobias Hambuch

ist Volontär beim SCM Bundes-Verlag. Er schreibt für die Magazine TEENSMAG und MOVO.

Franziska Klein

arbeitet als Pastoralreferentin in der FeG Frankfurt Citychurch. Sie fühlt sich an einem Ort angekommen, wenn man in der Bäckerei um die Ecke wiedererkannt wird.

Susanne Tobies

ist Redaktionsassistentin für das Magazin AUFATMEN.

Ira Schneider

vermisst das Meer, wenn der Winter im Frühjahr
nicht zu enden scheint.

Melanie Eckmann

ist Volontärin beim SCM Bundes-Verlag und schreibt für die Online-Redaktion.

Rüdiger Jope

investiert als Redakteur im Bundes-Verlag viel Kraft und Kreativität in die Magazine „3E“ und „MOVO“.

Samuel Krüger

arbeitet als Grafiker und zeichnet Cartoons für das Kindermagazin KLÄX.

Pascal Görtz

ist verheirat und wohnt mit seiner Familie in Mettmann.

David Neufeld

ist verheiratet, Vater von drei Söhnen und Verleger des Neufeld Verlages.

 

Jörg Ahlbrecht

ist Pastor, Referent und Buchautor. Er lebt in der Nähe von Marburg.

Hella Thorn

Hella Thorn lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Iserlohn und arbeitet als Redakteurin, Texterin und Lektorin.

Jonathan Bauer

wohnt in Witten und studiert Evangelische Theologie.

Rahel Täubert

ist international als Makeup-Artistin tätig.

Judith Herm

studiert Medienwissenschaft und Theologie in Bonn.

 

Nathanael Ullmann

ist Volontär beim SCM Bundes-Verlag.

Lydia Riess

hat Theologie studiert und macht derzeit ihr Volontariat beim SCM Bundes-Verlag in Witten.

Melanie Carstens

Melanie Carstens arbeitet als verantwortliche Redakteurin für die Zeitschriften JOYCE und andersLEBEN.

 

Liesa Dieckhoff

ist Volontärin beim Bundes-Verlag und lernt dort das Zeitschriftenmachen.

Esther Häde

wohnt und studiert in Köln.

Maria Lang

lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Niederösterreich. Sie ist als Buchautorin, Referentin und Illustratorin tätig und schreibt regelmäßig Blogs auf www.meinefamilie.at

Andreas Klotz

ist Generalsekretär des Bibellesebundes e.V. und lebt zusammen mit seiner Frau in Gummersbach.

Anna Maria Gerlach

ist Religionspädagogin und absolviert gerade ein Volontariat in der 3E-Redaktion.

Daniel Wildraut

arbeitet als Onlineredakteur für den SCM Bundes-Verlag.

Levian Scheidthauer

gibt in DRAN NEXT Tipps wie man als junger Erwachsener die Welt verändern kann.

Samuel Moser

war Vorsteher der Vereinigung Freier Missionsgemeinden und Präsident des Verbandes evangelischer Freikirchen und Gemeinden in der Schweiz. Er lebt in CH-Belp.

Hanspeter Wolfsberger

ist ein deutscher Theologe und Pfarrer der Evangelischen Landeskirche in Baden

Agnes Wedell

 

wohnt in Witten und schreibt für das Magazin LebensLauf.

Oliver Kallauch

ist evangelischer Theologe und kommt aus Bochum.

Gordon MacDonald

ist ein evangelikaler Pastor, Referent, Autor, geistlicher Berater von Bill Clinton und Mentor.

Julia Kallauch

lebt in Bochum und unterstützt in ihrem Volontariat die JOYCE-, Family- und Christseinheute-Redaktion.

Christof Klenk

lebt mit seiner Familie im Ruhrgebiet und arbeitet als Redakteur bei Family.

Sarah Lang

arbeitet als Redaktionsassistenz beim SCM Bundes-Verlag. Sie wohnt mit Ihrem Mann in Wetter an der Ruhr.

Alexander Garth

ist Pfarrer, Buchautor und Gründer der Jungen Kirche Berlin.

Annegret Prause

arbeitet als Lektorin und lebt mit ihrem Mann in Heiligenhaus.

Kerstin Hack

ist Autorin, Coach und Verlegerin und lebt auf einem Hausboot in Berlin. www.KerstinHack.de

Christine Kernstock

lebt mit ihrem Mann in Waiblingen, arbeitet hauptberuflich ehrenamtlich für ihre Gemeinde und bloggt unter www.nurheute.net

Christiane Rösel

ist Gemeinde- und Diplompädagogin und arbeitet für den Ev. Gemeinschaftsverband Württemberg – die Apis. www.christianerosel.de

Jasmin Neubauer

will via Instagram und auf ihrem Blog „liebezurbibel“ Menschen ermutigen, sich mit dem Buch der Bücher auseinanderzusetzen

Melanie Pongratz

leitet das „51 Coaching“ bei „Wort des Lebens“ am Starnberger See.

Benedikt Elsner

ist Landesjungendpastor im GJW NOS und ist schon länger nicht mehr getrampt.

Antoine de Saint-Exupéry

(1900 – 1944) war französischer Schriftsteller und Pilot. Nach seinem Tod wurde er zum Kultautor. Seine märchenhafte Erzählung „Der kleine Prinz“ gehört zu den erfolgreichsten Büchern der Welt. Seine Kernaussage „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ avancierte in den Nachkriegsjahren zu einer der bekanntesten Passagen der Weltliteratur. Saint-Exupérys frühen Werke „Südkurier“, „Nachtflug“ und „Wind, Sand und Sterne“ thematisieren seine Erfahrungen als Flieger – zwei Mal überlebte er Flugzeugabstürze. Im Zweiten Weltkrieg wurde er ab 1940 in einer Fernaufklärungseinheit in Algier stationiert, von wo ihm die Emigration in die USA gelang. 1943 wurde er im Auftrag der US Air Force auf Sardinien und Korsika stationiert. 1944 startete er zu seinem letzten Aufklärungsflug in Richtung Südküste Frankreichs. Von dort kam er nicht zurück. Man vermutet, dass er nach einem Abschuss östlich von Marseille ins Meer stürzte.

Birgit Schilling

ist Autorin, Supervisorin und Coach (www.schillingsupervision.com) und lebt mit ihrem Mann in Köln. Ihr Buch zum Thema: „Verwandelt – werden wie Gott mich gedacht hat“, SCM R.Brockhaus.

Astrid Eichler

lebt bei Berlin, ist Single, Pastorin, Geschäftsführerin von EmwAg e.V. und Referentin bei Solo&Co.

Deliah Cavalli-Ritterhoff

lebt mit ihrer Familie in Hamburg, arbeitet als Kommunikationsberaterin und engagiert sich ehrenamtlich in der Christus- Gemeinde Barmbek-Nord.

Christian Gunka

leitet das Coaching „51 – Church“ bei „Wort des Lebens“ am Starnberger See.

David Werner

David Werner arbeitet als „Verwaltungsmensch“ beim Jugendamt und denkt immer noch gerne an die besonderen Begegnungen an Weihnachten in Hannover zurück.

 

Jürgen Werth

Jürgen Werth war Direktor des ERF in Wetzlar und ist jetzt mit Texten, Tönen und Themen unterwegs. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

www.juergen-werth.de

Leonardo Iantorno

Leonardo Iantorno leitet die Studentenarbeit „CAMPUS live“ von Campus für Christus in der Schweiz und versucht auch über 2019 hinaus, dem Frieden nachzujagen.

Tabea Gutmann

Tabea Gutmann arbeitet bei Micha Deutschland: Ein Netzwerk, das Themen der sozialen und globalen Gerechtigkeit leidenschaftlich und vom Glauben her aufbereitet

Judith Eggers

Judith Eggers fasziniert es, in ihrem Theologiestudium immer wieder neue Seiten Gottes zu entdecken.

Kristin Gaudl

Kristin Gaudl studiert Rehabilitationspsychologie in Stendal und verzichtet derzeit auf Social Media und Schokoriegel.

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